Über die Clinic

Erfolgreiche Tradition - zukunftsgerichete Moderne

Tradition und Gegenwart

Das Grand Resort Bad Ragaz verfügt über langjährige Erfahrung in der Betreuung rekonvaleszenter Patienten: Diese nutzen seit je das wohltuende und heilende Thermalwasser aus der nahe gelegenen Taminaschlucht zur Linderung ihrer Beschwerden.

Mit dem im Jahr 1957 gegründeten Medizinischen Zentrum für die Bereiche ambulante Diagnostik, Prävention, Therapie und Rehabilitation hat das Grand Resort Bad Ragaz diese Tradition fortgesetzt.

Nun schreibt das Grand Resort wieder Geschichte und setzt in Sachen Rehabilitation in der Schweiz einen Meilenstein: In der neu eröffneten Clinic Bad Ragaz hat der Patient die Möglichkeit, die einzigartige Kombination aus stationärer Rehabilitation höchster Qualität und exklusivem Betreuungsangebot auf 5-Sterne-Niveau in Anspruch zu nehmen.

Leitung Clinic Bad Ragaz

Dr. med Clemens Sieber

Facharzt FMH für Innere Medizin

Chefarzt Clinic Bad Ragaz

Telefon: +41 81 303 38 24

E-Mail: clemens.sieber@resortragaz.ch

Lebenslauf

Hildi Malgiaritta

Leitung Pflege

Telefon: + 41 81 303 38 98

E-Mail: hildi.malgiaritta@resortragaz.ch 

Dr. med. Christian Schlegel

Facharzt FMH für physikalische Medizin und RehabilitationSportmedizin

Chefarzt Clinic Bad Ragaz

Telefon: +41 81 303 38 26

E-Mail: Christian.Schlegel@resortragaz.ch

Lebenslauf

Fabiana Manser

Leitung Clinic Administration

Telefon: + 41 81 303 38 14

E-Mail: clinic@resortragaz.ch
clinic.badragaz@hin.ch

Ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern, ist unsere Passion.

Gesundheit aus einer Hand mit einem hoch spezialisierten Mediziner- und Therapeutenteam finden Sie im europaweit renommierten, interdisziplinären Medizinischen Zentrum des Grand Resort Bad Ragaz.


Mehr Informationen

Forschung in der Clinic

Zu den zentralen Forschungsbereichen des Medizinischen Zentrums gehören die Sport- und Arbeitsmedizin, die Sportphysiologie und die Immersionsphysiologie innerhalb der Abteilung Swiss Olympic Medical Center.

Im Folgenden wird über einzelne Projekte im Medizinischen Zentrum berichtet, aber auch über Verbundprojekte mit anderen Forschungsgruppen und beteiligten Partnern. Die vielfältigen und komplexen Themenstellungen erfordern die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Sportmedizin/Rehabilitation, der Projektführung und der Forschungseinheiten der Technik.

Die Untersuchungen basieren auf angewandter Forschung und zielen darauf ab, mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen gesundheitsbewusstes Verhalten anzuregen und gesundheitsbezogene Ressourcen zu nutzen.

Aktuelle Projekte

Aquamove 36.5° C

Mit dem Konzept «Aquamove 36.5° C» zu Aspekten der Bewegung im Wasser sollen die Grundlagen für mehr und gezielte Bewegung sowie Entspannung im Thermalwasser erarbeitet und dem Badegast erschlossen werden.

Hintergrund der Projektidee ist die Beobachtung, dass das Thermalbad meist zur Entspannung und weniger als Bewegungsbad genutzt wird. Die überwiegende Zahl der Thermalbadegäste bewegt sich praktisch nicht oder zumindest nicht im empfohlenen Mass. Es gäbe aber viele Gründe, die Auswirkungen von Bewegung auch in warmem Wasser zu nutzen. Insbesondere profitieren davon Übergewichtige oder Personen mit Abnützungserscheinungen des Stütz- und Bewegungsapparates und dadurch eingeschränkter Belastbarkeit. Bei Entzündungen und Weichteilrheumatismus trägt die Wärme dazu bei, Schmerzen zu lindern. Bewegung im Wasser ist für die Betroffenen oft die einzige Möglichkeit, sich adäquat zu belasten.

Die Abgabe von Bildmaterialien (Darstellung von Bewegungsabläufen) und Apps (Videos) soll Badegäste zu einer selbstständigen und zielgerichteten Belastung im Wasser und dadurch zum Aufbau einer Gesundheitsressource befähigen.

Zweckmässige und balneologisch begründete Badeabläufe

Bei chronischem Stress ist der Teil des vegetativen Nervensystems, der uns zwar leistungsfähiger macht, aber auf Dauer zu Erschöpfung führt, überlastet.

Die Bäderbehandlung bietet einen Ansatz, das vegetative Gleichgewicht wiederherzustellen und die Belastung zur Normalisierung zu führen. Verschiedene Reizqualitäten (Kalt-/Warmreize) fördern die Erholungsprozesse, aber nur, wenn die Reizdosis und die Temperaturführung für die thermischen Wechselanwendungen auch adäquat angewendet werden.

Für die Ausgestaltung der Wechselreize werden Empfehlungen in Form von Badeabläufen abgegeben sowie Vorsichtsmassnahmen und ungünstige Verhaltensweisen besprochen.

Abgeschlossene Projekte

Wirksamkeit der Behandlung mit einer Patellamobilisationsschiene (Pilotprojekt 2013)

Ein von der HSR (Hochschule für Technik Rapperswil) entwickeltes Patellamobilisationsgerät (knee rehab device, KRD) wurde erstmals bei der postoperativen Frührehabilitation und in der zeitverzögerten Nachbehandlung in der chronischen Phase an der Klinik Gut St. Moritz und am Medizinischen Zentrum Bad Ragaz eingesetzt. Eine wichtige postoperative Massnahme ist die Mobilisierung der Kniescheibe zu einem möglichst frühen Zeitpunkt, um die Folgen der durch die Operation gesetzten Gewebsverletzungen, wie Kniereizung, Weichteilödem und Schwellung, zu vermindern. Das neu entwickelte Mobilisationsgerät gewährleistet die Verschiebung der Kniescheibe in vier Quadranten und kommt nach dem Prinzip «continuous passive motion» zum Einsatz. Als Untersuchungsmittel für die Einschätzung der Praktikabilität und des Anwendungsnutzens kamen standardisierte klinische Untersuchungen sowie Fragebögen zum Einsatz. In der Machbarkeitsstudie konnte gezeigt werden, dass Funktionalität und Akzeptanz der Mobilisationsbehandlung gegeben sind.

Nach Meinung der Patienten und Therapeuten verbesserte sich durch die KRD-Anwendung die Nachbehandlungsqualität. Auch funktionelle Parameter wie Beweglichkeit usw. sprechen für den Einsatz von KRD. Daher soll sich dem Pilotprojekt eine Multicenterstudie anschliessen, um den Nutzen der apparativ gestützten Therapie zu beweisen.

Ergebnisse der Untersuchungen mit dem Reha-Aquabike (2011 bis 2014)

Die Krankenkassen fordern immer häufiger die Absicherung von Verfahren und Massnahmen im Bereich Aquatherapie und Aquatraining, die für Heilbäder wichtig sind. Aufgrund vorhandener physiologischer Daten kann die Überlegenheit dieser Therapieansätze für eine Vielzahl definierter Krankheiten belegt werden. Allerdings ist noch immer ein Mangel an strukturierten und dosierten Therapien für die Einzel- und Gruppentherapie zu beklagen. Für die therapeutische Intervention ausserhalb von Laborbedingungen fehlen eine dosierbare Belastung sowie die Kraft- und Leistungsmessung, wie sie an Land seit langem Standard sind. An vier Untersuchungsbeispielen wurde der sinnvolle Einsatz des Leistungsergometers für therapeutische Zwecke im Thermalbad überprüft. Diese Erhebungen sind nicht nur eine rein wissenschaftliche Angelegenheit.

Mit Unterstützung der Förderagentur KTI des Bundes (Schweiz) konnte im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts mit csem Alpnach, dem SPZ Nottwil und Swissrehamed ein Wassertherapiegerät (Reha-Aquabike) entwickelt werden, das über eine Leistungsregelung verfügt. Die Arbeitsweise des synchron betriebenen Arm-Bein-Drehkurbelergometers verlangt den Einsatz eines relativ grossen Anteils der Skelettmuskulatur in dynamischer Belastung. Ferner ermöglicht die Regelungstechnik der Motor- und Bremsleistung im Wasser eine Untersuchung der körperlichen Belastung, wie sie an Land Routine ist. Damit soll eine Verbesserung bestehender Interventionen (nach Kriterien der «evidence based medicine») erreicht und die Wasseraktivität besser bewertet werden können. Mit der Entwicklung des Reha-Aquabikes wurden experimentelle Arbeiten am Grand Resort Bad Ragaz durchgeführt, die im Folgenden (vier Artikel) vorgestellt werden:

  1. Leistungsmessung im Wasser mit einem neuen Kraftmess-Kurbelsystem, Phys Med Rehab Kuror, 2012 (22), 183–188
    Für neue Ergometer wird generell der Nachweis einer zuverlässigen und präzisen Bremslasteinstellung verlangt. Daher wurde zunächst der Messfehler bestimmt, indem mehrere Messreihen hintereinander ausgeführt und die ergometrische Steuerungstechnik anhand physiologischer Bestimmungsgrössen (Sauerstoffaufnahme und Herzfrequenz) überprüft wurden. Es konnte gezeigt werden, dass das Reha-Aquabike einen Wasser-Land-Vergleich auf der Grundlage identischer Arbeitsbelastungen möglich macht und die tatsächliche Beanspruchungssituation im Wasser erfasst. 

  2. Eignung des hochfrequenten Spektralbandes der Herzratenvariabilität für die Leistungsdiagnostik im Wasser, Phys Med Rehab Kuror, 2013 (23), 225–230
    In der Arbeit «Eignung des hochfrequenten Spektralbandes der Herzratenvariabilität für die Leistungsdiagnostik im Wasser» sollte der Frage nachgegangen werden, ob für die Belastungssteuerung im Wasser die Vorgabe von Schlagfrequenzen, die an Land ermittelt wurden, ebenso gut erreichbar ist. Die mittlere Wasser-Land-Herzfrequenz-Differenz wies einen Bias von 5,5 s/min auf, und die grösste Abweichung – über das 95%-LoA bestimmt – betrug 15,4 s/min. Bei einer Ableitung von Trainingsempfehlungen aus den Landwerten zur Steuerung des Trainings im Wasser über die Schlagfrequenzen würde sich folglich eine Überschätzung der Belastung ergeben. In derselben Arbeit stellte sich auch die Frage nach der Eignung der Herzratenvariabilität (HRV) zur Bestimmung der ventilatorischen Schwelle VT2 bzw. RCP (recompensation point). Dazu untersuchten wir das Belastungsverhalten im Wasser hinsichtlich anaerober Funktionen. Wir stellten fest: Wenn ohnehin ein EKG abgeleitet werden muss, können ohne erheblichen Mehraufwand Aussagen zur Trainingssteuerung über die HRV-Methode abgeleitet und in Therapie und Training nutzbringend für gezielte Anpassungsleistungen eingesetzt werden.

  3. VO2 kinetics during different forms of cycling exercise on land and in water, Sport Exerc Med Open J, 2015 (1:2), 64-70
    In den daran angeknüpften Vergleichen wurden die Probanden auch hinsichtlich des Belastungsverhaltens Arm-/Beinarbeit (A+B) vergleichend mit Beinarbeit (B) im Wasser und an Land untersucht. An Land haben sich Sportarten wie Nordic Walking, Cross-Trainer und Skilanglauf, die einen hohen Anteil der Gesamtskelettmuskulatur fordern, mit einem bei diesen Sportarten hohen Gesamtverbrauch bewährt. Für Bewegung im Wasser existiert ein ebenso vielfältiges Angebot von Ausdauersportarten mit Einsatz von grossen Muskelmassen. Es werden vor allem Shallow/Deep Water Running, Schwimmen und neuerdings auch Gerätetraining (z.B. Aqua-Crossing) empfohlen. Ergebnis: Der Einsatz von A+B bedeutet eine verstärkte zentrale zirkulatorische Adaptation vergleichend zu Beinarbeit. Die Stoffwechselbedürfnisse (die benötigte Menge an Sauerstoff) des aktiven Gewebes steigen vergleichend zu B bei A+B in einem grösseren Masse an. Dies ist zu erklären mit der Masse des aktiven Gewebes wie auch von der höheren Bedarfsdeckung des kardiopulmonalen Systems. Die vermehrte Sauerstoffaufnahme bzw. erhöhte Stoffwechselaktivität gehen offenbar zu Lasten der zusätzlichen Armarbeit. Die angestiegene Beanspruchung des Atmungs- und Herz-Kreislaufsystems mit der vermehrten Stoffwechselbelastung bei A+B verändert allerdings im Vergleich zu B die einsetzende anaerobe Energiebereitstellung nicht (Höhe der anaerobe Schwelle). Die aerobe Stoffwechselbelastung kann bei A+B nicht länger durchgehalten werden als bei B. Der Ansatz der Leistungsdiagnostik zeigt, dass die Anpassungen an das Bewegungsmuster von A+B (mit dem teilweisen Energietransfer auf die Arme) den Stoffwechselumsatz auf definierten submaximalen Belastungsstufen zwar steigert, aber bezüglich der glykolytischen Durchsatzrate an den Schwellen zu keinen signifikanten Differenzen führt. Die erhobenen Befunde deuten auf den Schluss hin, dass bei A+B die stoffwechselmässige Durchsatzrate mit B vergleichbar ist, da sie von der Inanspruchnahme kapazitativer Grössen abhängt.

  4. Release of ANP and fat oxidation in overweight persons during aerobic exercise in water, The International Journal of Sports Medicine, 2013 (34),1–5Auf Basis der physikalischen Leistungsmessung wurden in einer weiteren experimentellen Untersuchung Land-Wasser-Unterschiede beim Fettstoffwechsel erarbeitet. Im Mittelpunkt des Interesses stand das auf Vorhofdehnung reagierende Herzhormon ANP (atriales natriuretisches Peptid), das ausgehend von der Wirkung des hydrostatischen Drucks beim Aufenthalt im Wasser sowie bei körperlicher Belastung vermehrt ausgeschüttet wird. ANP kurbelt im Wasser zahlreiche Vorgänge zur Regulierung des Wasserhaushalts und des Herz-Kreislauf-Systems an. Seine Bedeutung ist für die Blutdrucksenkung und Blutvolumenanpassung anerkannt, dasselbe gilt für die seit 1997 nachgewiesenen metabolischen Effekte: ANP begünstigt den Fettstoffwechsel, indem es die Signalwirkung auf isolierte Fettzellen verbessert. Es sollte daher die Ansprechbarkeit von ANP auf die Regelsysteme (den Fettstoffwechsel) an Übergewichtigen im Wasser gegenüber derjenigen an Land untersucht werden.
    Die Blutserumkonzentration von ANP war im Wasser höher als an Land, was eine direkte Änderung im Stoffwechsel anzeigt. Eine vermehrte Nutzung von freien Fettsäuren konnte aber nicht nachgewiesen werden. Offenbar ist ein Sättigungseffekt erreicht worden, und der erhöhte ANP-Blutplasmawert wirkte sich nicht unmittelbar auf die Fettstoffwechsel-Umsatzrate aus. Die Mobilisationswirkung auf das subkutane Fettgewebe verbessert sich vermutlich nur im nüchternen Zustand, wie Forschergruppen an Land nachgewiesen haben.

  5. Does continuous endurance exercise in water elicit a higher release of ANP and BNP and a higher plasma concentration of FFAs in pre-obese and obese men than high intensity intermittent endurance exercise? – Study protocol for a randomized controlled trials, 2013 (14:328), 1–7
    Diese Frage stellte sich uns für künftige Forschungsarbeiten. In der Fachzeitschrift «Trials» wurde die Arbeitshypothese formuliert, dass bei intensiven Intervallbelastungen vermehrt ANP freigesetzt wird und der Fettstoffwechsel über den Nachbrennwert nach Arbeitsende als Anzeichen für die gestiegene Stoffwechselbeanspruchung (Oxidationsraten im Muskelstoffwechsel) angeregt wird. In der dadurch nötigen Regeneration und hervorgerufen durch das aktivitätsbedingte Energiedefizit verbrennt das mitochondriale β-Oxidationssystem im Ruhestoffwechsel mehr Fette, die aus der Leber freigesetzt werden. Eine qualitative Überprüfung der hier aufgeworfenen Fragestellungen könnte die Grundlage für künftige Forschungsarbeiten bilden.

Schaukelstuhl

Mit einem gewöhnlichen EKG können körperliche Grundrhythmen wie Schlaf-Wach-Rhythmus, Vorgänge im Stoffwechsel und im Hormonhaushalt sowie die Abstimmung von Herz, Kreislauf und Atmung sichtbar gemacht werden. Diese Rhythmen stehen in einem ganz bestimmten zahlenmässigen Verhältnis zueinander. Die zeitlich generierte Abstimmung der Körperrhythmen kann über den Herzrhythmus durch Anwendung mathematischer Algorithmen in Erfahrung gebracht werden. Dieser variiert zeitlich normalerweise von Schlag zu Schlag.

Dies kommt dadurch zustande, dass die beiden Äste des vegetativen Nervensystems, der Sympathikus und der Parasympathikus, mit ihren elektrischen Signalen als Taktgeber auf den Herzschlag einwirken. Die Hypothese ist nun, dass sich mit den Reizen einer Schaukelbewegung der Atemrhythmus und damit die Herzfrequenz- und die Blutdruckregulation verändern. Im Rhythmus der zeitlichen Schaukelsequenzen sind auch Änderungen des oszillierenden Blutflusses und der Herzfrequenz erkennbar. Die Rhythmik der Durchblutung und Blutdruckschwankungen führen zu tiefer Entspannung, die sich in der Variabilität der Herzraten zeigen.

In Zusammenarbeit mit der HSR (Hochschule für Technik Rapperswil) verknüpfen das Medizinische Zentrum und Srm-Projects aus Chur ihre Kompetenzen, um die Wirksamkeit der Schaukelbewegungen auf die Entspannung zu überprüfen. Srm-Projects unterstützt und koordiniert das forschungsbasierte Projekt und fördert den Kundennutzen durch unternehmerische Umsetzung.

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